Lange Zeit gab es heftige Diskussionen hinsichtlich der Wahl der Distanz. Nach den Anfängen im 19. Jahrhundert über 100 Yards (91,44 m) - ursprünglich auf Gras- oder Aschenbahnen - setzte sich das metrische System der Europäer gegen das Äquivalent von Briten und US-Amerikanern (100/110 Yards) durch.
1880 präsentierte Charles Sherrill ein Novum: den Tiefstart. Der US-Amerikaner war der Erste, der sich mit einem kleinen Spaten Löcher in die Bahn grub, aus denen er aus einer Kauerposition ablief. Zuvor waren die Sprinter aus dem Stand gestartet. Bis in die 50er Jahre gehörte eine Schaufel deshalb zum Equipment eines jeden Sprinters. Seit 1938 ist die Windmessung die Regel: Bei mehr als 2,0 m/Sek. Rückenwind wird keine Zeit als Rekord anerkannt. Diese Bedingung gilt auch für den 200-m-Sprint sowie den Weit- und Dreisprung.
Von den Anfängen in den 20er Jahren bis zur technologischen Reife der elektronischen Zeitmessung verging mehr als ein halbes Jahrhundert: Seit dem 1. Januar 1977 akzeptiert die IAAF ausschließlich elektronisch gemessene Zeiten für die Anerkennung von Weltrekorden. Die heutige Technik mit elektronischer Uhr und Zielfotografie ermöglicht die Dokumentation einer Tausendstelsekunde, so dass auch bei sehr knappen Zieleinläufen stets eine faire und korrekte Entscheidung gegeben ist.
Das gilt auch für den Start. Per Ohrhörer erhält der Starter ein Signal, falls einer der Läufer eine schnellere Reaktionszeit als 0,100 Sekunden hat, und schießt "zurück". Von 2003 bis 2009 wurde vorübergehend nicht mehr - wie zuvor - derjenige Athlet disqualifiziert, der zwei Fehlstarts in Folge produziert, sondern derjenige, der nach einem ersten Fehlstart einen weiteren verursacht. Aber auch dieses Handling ist inzwischen überholt. Es gilt seit 1. November 2009 die beim IAAF-Kongress im August 2009 in Berlin verabschiedete "Ein-Start-Regel" mit der klaren Ansage: Ausgenommen im Mehrkampf muss jeder Läufer, der für einen Fehlstart verantwortlich ist, disqualifiziert werden.
Männer:
Francis Obikwelu (POR)
9,99 Sek.
Frauen:
Kim Gevaert (BEL)
11,06 Sek.
| Datum | Zeit | Runde |
|---|---|---|
| Mi, 28.07. | 10:40 Uhr | 1. Runde |
| Do, 29.07. | 20:20 Uhr | Halbfinale |
| Do, 29.07. | 21:45 Uhr | Finale |
| Datum | Zeit | Runde |
|---|---|---|
| Di, 27.07. | 19:15 Uhr | 1. Runde |
| Mi, 28.07. | 19:50 Uhr | Halbfinale |
| Mi, 28.07. | 21:45 Uhr | Finale |
Blum, Christian
Chambers, Dwain
Kosenkow, Alexander
Lemaitre, Christophe
Obikwelu, Francis
Unger, TobiasDie Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
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