"Auf den ersten 100 Metern läufst du scharf an, auf den nächsten 100 Metern steigerst du dein Tempo, auf den folgenden 100 Metern in der Kurve hältst du es und auf den letzten 100 Metern folgt dann dein Endspurt." Mit diesen Worten charakterisierte schon in den 20er Jahren ein US-Trainer den Wahnsinn der 400 m.
Tatsächlich ist die Stadionrunde als Killerstrecke berüchtigt: Von der Physiologie her ist es dem Menschen unmöglich, länger als gut 30 Sekunden in der Nähe der Höchstgeschwindigkeit zu laufen. Schuld ist die Milchsäure, das sogenannte Laktat. Sobald die Muskulatur nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, entsteht dieses Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels - mit dramatischen Folgen: Laktat verursacht nicht nur Schmerzen im Muskel, es lähmt sie auch nach und nach. Besonders auf den letzten 100 Metern der Stadionrunde zählt deshalb das berühmte "Stehvermögen" der Läufer, also die Fähigkeit, das Tempo trotz fortschreitender Lähmung hoch zu halten.
Der erfolgreiche Viertelmeiler wird also über eine ausgezeichnete Grundschnelligkeit sowie ein ausgeprägtes Tempogefühl verfügen und sollte buchstäblich schmerzfrei sein. Hochintensive Trainingsprogramme, durch die die Athleten sowohl an Schnelligkeit als auch an Kraft hinzugewinnen und deren Bewältigung nach Ansicht von Dopingexperten möglicherweise nicht immer nur mit lauteren Methoden möglich ist, haben für eine bemerkenswerte Rekordentwicklung auf dieser Strecke gesorgt.
Männer:
Marc Raquil (FRA)
45,02 Sek.
Frauen:
Wanya Stambolowa (BUL)
49,85 Sek.
| Datum | Zeit | Runde |
|---|---|---|
| Mi, 28.07. | 18:35 Uhr | Halbfinale |
| Fr, 30.07. | 19:35 Uhr | Finale |
| Datum | Zeit | Runde |
|---|---|---|
| Di, 27.07. | 10:40 Uhr | 1. Runde |
| Mi, 28.07. | 19:00 Uhr | Halbfinale |
| Fr, 30.07. | 21:25 Uhr | Finale |
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