Diskus - Regeln und Fakten

Ihre Welt ist eine Scheibe

Leichtathletik-WM 2009 in Berlin: Robert Harting aus Deutschland gewinnt Gold im Diskuswurf © picture-alliance/dpa Fotograf: Kay Nietfeld
große Bildversion anzeigen Dauerbrenner im olympischen Programm: das Diskuswerfen.

Das Diskuswerfen gehörte schon bei den Olympischen Spielen der Antike zum Programm und war auch 1896 zur Olympia-Premiere der Neuzeit in Athen Bestandteil der Wettkämpfe. Zu diesem Zeitpunkt warfen die Athleten noch aus dem Stand von einem Podium aus. Erster Olympiasieger ist der US-Amerikaner Robert Garrett. Er hat sich von dem zunächst führenden Griechen Panayiotis Paraskevopoulos vor dem letzten Versuch den Tipp geben lassen, dem Diskus mit dem kleinen Finger noch einen zusätzlichen Effet zu geben.

Explosiv, schnell, technisch versiert

Leichtathletik-WM 2009 in Berlin: Robert Harting aus Deutschland gewinnt Gold im Diskuswurf © picture-alliance/dpa Fotograf: Hannibal
große Bildversion anzeigen Explosive Kraft ist ein Markenzeichen der Diskuswerfer - gelegentlich auch nach dem Wettkampf.

Der hellenische Stil kann sich letztlich nicht gegen den freien Stil durchsetzen, der aus den USA kommt. Dort wird der Diskus um die Jahrhundertwende aus einem ebenerdigen Kreis geworfen, der zunächst sieben Fuß und später - wie heute - einen Durchmesser von 2,50 m hat. Die Technik entwickelt sich von anfänglichen Würfen aus dem Stand über einen Schwungwurf bis hin zu der heute üblichen anderthalbfachen Drehung mit Umsprung.

Mit der Einführung von Beton-Wurfkreisen Mitte der 50er Jahre vergrößert sich die Rotationsgeschwindigkeit der Werfer erheblich. Ein Wurfkäfig mit Fangnetzen sorgt dafür, dass etwaige Ausrutscher für Umstehende folgenlos bleiben. Diskuswerfer müssen neben schierer Kraft auch über eine gute Koordination und Schnelligkeit im Ring verfügen.

60 Sekunden Zeit pro Versuch

Die Diskusscheibe: Holz oder kohlefaserverstärkter Kunststoff, von einem Metallring eingefasst. © picture-alliance / dpa Fotograf: Kay Nietfeld
große Bildversion anzeigen Rutschgefahr: Gegen feuchte Hände hilft Magnesiumpulver.

Das Wurfgerät besteht aus Holz oder kohlefaserverstärktem Kunststoff und ist von einem Metallring eingefasst, der etwa vier Fünftel des Gesamtgewichts ausmacht. Der Männer-Diskus wiegt zwei Kilo bei 22 cm Durchmesser und 44 bis 46 mm Höhe; der Diskus der Frauen ein Kilo bei einem Durchmesser von 18 cm und 37 bis 39 mm Höhe. Würfe außerhalb des Sektors (Winkelmaß: 34,92 Grad) und auf die Sektorenlinien sind ungültig, ebenso jedes Berühren der Oberseite des Wurfrings. Dieser darf auch erst nach der Landung des Diskus und ausschließlich aus der hinteren Hälfte verlassen werden. Der Wettkämpfer muss seinen Versuch innerhalb von 60 Sekunden nach Aufruf absolvieren.

Titelverteidiger

Männer:
Virgilijus Alekna (LIT)
68,67 m
Frauen:
Darja Pischtschalnikowa (RUS)
65,55 m

Termine und Teilnehmer
Frauen - Diskuswurf
Datum Zeit Runde
Di, 27.07. 12:45 Uhr QualifikationA
Di, 27.07. 13:55 Uhr QualifikationB
Mi, 28.07. 18:30 Uhr Finale
Männer - Diskuswurf
Datum Zeit Runde
Sa, 31.07. 10:10 Uhr QualifikationA
Sa, 31.07. 11:40 Uhr QualifikationB
So, 01.08. 19:45 Uhr Finale
[Kompletter Zeitplan]

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW