Dreisprung - Regeln und Fakten

Sprungkraft, Koordination und Balance

Leichtathletik-WM 2009 in Berlin: Nelson Evora aus Portugal gewinnt Silber im Dreisprung. © picture-alliance / DPPI
große Bildversion anzeigen Fällt verletzungsbedingt aus - WM-Silbermedaillen-Gewinner Nelson Evora aus Portugal.

Hop-Step-Jump - so lautet die Formel für den Dreisprung. Die heutige Technik wird seit über 100 Jahren praktiziert. Ziel der Sprung-Aktion ist es, einen möglichst flüssigen Rhythmus der Teilsprünge mit möglichst wenig Verlust an Horizontalgeschwindigkeit zu erreichen. Das Ganze funktioniert so: Nach dem ersten "Hop" landet der Athlet wieder auf dem Absprungfuß, springt mit demselben Sprungbein zum "Step" ab, der auf dem anderen Fuß endet und in den "Jump" als weit-hoher Hock-, Hang- oder Schrittweitsprung in die Sandgrube übergeht.

Es gibt also die Sprungkombinationen links-links-rechts und rechts-rechts-links. Klingt einfach, erfordert aber ein hohes Maß an Sprungkraft, Koordination und Balance - all dies aus einer möglichst hohen Anlaufgeschwindigkeit heraus. Ein Versuch ist ungültig, wenn der Springer mit dem "toten Bein" den Boden berührt oder bereits am Absprungbalken übertritt, der bei internationalen Wettkämpfen mindestens 13 Meter (Männer) und elf Meter (Frauen) vor dem vorderen Rand der Sprunggrube eingebaut sein muss.

Verschiedene Sprungvarianten

Leichtathletik-WM 2009 in Berlin: Phillips Idowu aus Großbritannien gewinnt Gold im Dreisprung. © picture-alliance / Augenklick Fotograf: Annegret Hilse
große Bildversion anzeigen Topfavorit auf den EM-Sieg - der britische Weltmeister Phillips Idowu.

Den Dreisprung, der schon bei den Griechen und Kelten zu finden war, gab es ursprünglich in verschiedenen Varianten. Bei der irischen Methode im 19. Jahrhundert wurden die drei Teilsprünge mit demselben Bein ausgeführt - also entweder nur mit links oder nur mit rechts. Die deutsche Turnbewegung brachte den "Deutschen Dreisprung" hervor (links-rechts-links oder rechts-links-rechts). Die heutige Form ist seit 1896 festgelegt. Bei den Olympischen Spielen 1900 und 1904 gehörte zusätzlich der Stand-Dreisprung zum Programm.

Junge Disziplin bei den Frauen

Leichtathletik-WM 2009 in Berlin: Yargeris Savigne aus Cuba gewinnt Gold im Dreisprung. © picture-alliance / Sven Simon
große Bildversion anzeigen Dreisprung für Frauen: Erst 100 Jahre nach den Männern im Olympia-Programm.

Obwohl die ersten Frauen-Dreisprung-Wettbewerbe 1899 in den USA protokolliert worden sind, fand die Disziplin erst 1996 Aufnahme ins olympische Programm - genau 100 Jahre nach der Olympia-Premiere der Männer. Der Weltverband IAAF hatte lange Zeit Zweifel wegen der angeblich hohen Verletzungsgefahr für die Fußgelenke gehegt. Als WM-Disziplin wird der Dreisprung der Frauen seit 1993 in Stuttgart geführt. Allerdings gab es auch zuvor vor allem in den USA, der UdSSR und in China Frauen-Wettbewerbe im Dreisprung.

Titelverteidiger

Männer:
Christian Olsson (SWE)
17,67 m
Frauen:
Tatjana Lebedewa (RUS)
15,15 m

Termine und Teilnehmer
Frauen - Dreisprung
Datum Zeit Runde
Do, 29.07. 12:30 Uhr QualifikationA
Do, 29.07. 12:30 Uhr QualifikationB
Sa, 31.07. 19:10 Uhr Finale
Männer - Dreisprung
Datum Zeit Runde
Di, 27.07. 20:20 Uhr QualifikationA
Di, 27.07. 20:20 Uhr QualifikationB
Do, 29.07. 19:40 Uhr Finale
[Kompletter Zeitplan]

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