Alexander Schustow hat bei der Leichtathletik-EM in Barcelona seinen ersten großen Titel im Hochsprung gewonnen. Der 26 Jahre alte Russe siegte am Donnerstagabend mit 2,33 m. Der frühere Studenten-Weltmeister, der bis 2,26 m alle Höhen im ersten Versuch meisterte, verwies seinen Landsmann Ivan Ukhov auf Platz zwei. Der Hallen-Weltmeister blieb mit 2,31 m drei Zentimeter unter seiner Jahres-Weltbestleistung. Dritter wurde Martyn Bernard mit 2,29 m. Damit steigerte der Brite, der vor der EM lediglich auf Platz 15 der europäischen Bestenliste rangierte, seine Saisonbestleistung um einen Zentimeter. Nach den EM-Titeln von Jaroslaw Rybakow (2002) und Andrej Silnow (2006) setzte sich mit Schustow zum dritten Mal in Serie ein Russe durch.
Im Dreisprung sicherte sich ein Jahr nach seinem WM-Triumph von Berlin Phillips Idowu mit 17,81 m die Goldmedaille. In dem spannenden Wettkampf steigerte der Brite seine Bestmarke um acht Zentimeter. Silber holte überraschend der Rumäne Marian Oprea mit 17,51 m. Nur Bronze mit 17,45 m blieb nach einer Verletzung im Vorfeld der EM Hallen-Weltmeister Teddy Tamgho. Der Franzose hatte mit 17,98 m beim Diamond-League-Meeting in New York die Jahres-Weltbestleistung erzielt.
Im Kampf um den "Königs-Titel" der Athleten holte mit Romain Barras 16 Jahre nach Alain Blondel wieder ein Franzose die Goldmedaille. Der Olympiafünfte siegte mit der europäischen Jahres-Bestleistung von 8.453 Punkten. Der Niederländer Eelco Sintnicolaas, der mit 8.436 Zählern einen Landesrekord aufstellte, belegte überraschend den zweiten Rang vor Andrej Krautschanka. Der Weißrusse kam auf 8.370 Punkte. Vor dem abschließenden 1.500-m-Lauf hatten Barras und Sintnicolaas nur fünf Zähler auseinander gelegen. Doch der Franzose wehrte auch den letzten Angriff seines Rivalen ab und riss bereits auf der Zielgeraden die Arme triumphierend hoch
Der zur Halbzeit führende Topfavorit Alexej Kasjanow aus der Ukraine trat am zweiten Wettkampftag wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nicht mehr an. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte erstmals in der Geschichte der kontinentalen Titelkämpfe keinen Zehnkämpfer gemeldet.
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Möglichst flüssiger Rhythmus mit möglichst wenig Geschwindigkeitsverlust.[mehr]
Zwei Tage Kampf fast bis zum Koma.[mehr]
Sehr abwechslungsreiche Vergangenheit.[mehr]
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