Beim EM-Double von Langstrecken-Star Mohammed Farah hat der Hamburger Arne Gabius am Samstag in Barcelona über 5.000 m Platz zwölf belegt. Während der in Somalia geborene Brite vier Tage nach seinem 10.000-m-Gold auch den Titel über die halbe Distanz gewann, lief der deutsche Meister und Schützling von Olympiasieger Dieter Baumann in 13:59,11 Minuten couragiert zu seinem bislang besten internationalen Ergebnis. Farah verwies in 13:31,18 Minuten den spanischen Titelverteidiger Jesus Espana (13:33,12) und Hayle Ibrahimow aus Aserbaidschan (13:34,15) auf die nächsten Plätze.
Der Pole Marcin Lewandowski sicherte sich in einem taktischen Rennen den EM-Titel über 800 Meter. In 1:47,07 Sekunden gewann der 23-Jährige, der im vergangenen Jahr im WM-Finale gestanden hatte, vor Michael Rimmer aus Großbritannien (1:47,17). Auch die Bronzemedaille ging nach Polen: Adam Kszczot lief in 1:47,22 Minuten vor dem Niederländer Arnoud Okken (1:47,31) über die Ziellinie.
Das 200-m-Finale der Frauen gewann die Französin Myriam Soumare. Die 23-Jährige siegte in 22,32 Sekunden vor Jelisaweta Bryschina aus der Ukraine (22,44). Auf den Bronze-Platz sprintete die zeitgleiche Russin Alexandra Fedoriwa. Für Soumare gab es danach im Ziel kein Halten mehr. Erst gab es ein Siegertänzchen mit Maskottchen Barni, dann grenzenlose Jubelschreie auf der Laufbahn. Die Ukrainerin Olga Saladucha gewann die Dreisprung-Konkurrenz mit 14,81 Metern vor der Italienerin Simona La Mantia (14,56). Auf den Bronze-Platz sprang überraschend die Belgierin Svetlana Bolshakova (14,55). Die deutsche Meisterin Katja Demut (Jena) war in der Qualifikation ohne gültigen Versuch ausgeschieden.
Das vierte britische Gold am fünften EM-Tag holte am Samstag David Greene. Der U23-Europameister und WM-Finalist von Berlin 2009 siegte über 400 m Hürden in 48,12 Sekunden. Den britischen Doppelsieg machte Rhys Williams in 48,96 perfekt. Bronze holte sich der Ukrainer Stanislaw Melnikow in 49,09 Sekunden. Der 24 Jahre alte Greene unterbot in diesem schnellen Lauf seine europäische Jahresbestzeit. Vier weitere Finalisten - darunter Williams und Melnykow - stellten eine persönliche Bestleistung auf.
Zivile Balciunaite ist die erste Marathon-Europameisterin aus Litauen und die Nachfolgerin von Ulrike Maisch. Die 31-Jährige gewann über die 42,195 Kilometer am Samstag auf den Straßen Barcelonas in 2:31:14 Stunden Gold. Silber sicherte sich die Russin Nailija Julamanowa in 2:32:15 vor der Italienerin Anna Incerti (2:32:48). Ebenso wie die lange verletzte und nun schwangere Rostockerin Maisch war auch sonst keine deutsche Läuferin am Start.
"Das war so geplant. Ich bin Mitte des vierten Monats", hatte die 33-Jährige am Donnerstag erklärt. Die in den vergangenen Jahren von Fußproblemen geplagte Rostockerin ist als ARD-Expertin für den Marathon in Barcelona. "Schade, dass aus den unterschiedlichsten Gründen keine deutsche Starterin dabei ist", sagte Maisch, die nach der Geburt ihres Kindes weiterhin an ihrem Ziel Olympische Spielen 2012 in London festhalten will.
Gold ging wie erwartet an Weltmeisterin Jessica Ennis aus Großbritannien. (Meldung vom 31.07.2010)[mehr]
Diskus-Weltmeister Robert Harting hat in der Qualifikation starke 66,93 m geworfen. (Meldung vom 31.07.2010)[mehr]
Der Marathonlauf hat seinen Ursprung im alten Griechenland.[mehr]
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA,
DLF/ DKultur, DW