Silke Spiegelburg im Porträt

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg © imago/Chai v.d. Laage Fotograf: Chai v.d. Laage

Disziplin: Stabhochsprung
Land: Deutschland

geb. am 17.03.1986 in Georgsmarienhütte
Größe: 172 cm
Gewicht: 62 kg
Verein: TSV Bayer 04 Leverkusen
Trainer: Leszek Klima
Beruf: Studentin (Gesundheitsökonomie)

Silke Spiegelburg befindet sich mit ihrer Disziplin in bester familiärer Gesellschaft: Ihre Brüder Christian, Hendrik und vor allem Richard waren allesamt erfolgreiche Stabhochspringer. In den vergangenen Jahren sprang die Leverkusenerin konstant auf hohem Niveau. Nachdem sie bei der Heim-WM 2009 denkbar knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt war, holte sie im vergangenen Jahr das ersehnte Edelmetall bei einer großen internationalen Freiluft-Meisterschaft. 4,65 m, die Höhe von Berlin, reichten in Barcelona zu EM-Silber hinter Ex-Weltrekordlerin Swetlana Feofanova aus Russland.

Ein weiteres großes Ziel der 25-Jährigen ist die Verbesserung des deutschen Rekords. Nicht erst nach einer starken Hallensaison, in deren Verlauf sie die nationale Bestmarke unter dem Dach auf 4,76 m verbesserte, galt die Olympia-Siebte als Rekordanwärterin Nummer eins. Doch überraschend schnappte ihr die Schwerinerin Martina Strutz in diesem Sommer die Steigerung des Spitzenwerts auf 4,78 m vor der Nase weg.

Dennoch präsentierte sich Spiegelburg, die sich Strutz auch bei der DM in Kassel geschlagen geben musste, in der WM-Saison erneut stark und zählte ursprünglich zu den Medaillenanwärterinnen in Daegu. Im Winter hatte sie ihren Anlauf von 16 auf 18 Schritte verlängert und damit ihre Technik weiter optimiert. Auch in fast allen Kraftbereichen steigerte sie sich. Zudem setzte die Führende der Diamond League in Daegu auf neue Stäbe. Ihre neuesten Spezialanfertigungen aus Fiberglas hatten ein Maß von 4,60 m. Zehn Zentimeter länger als jene Stäbe, die sie im WM-Jahr in der Halle (4,76) und im Freien (4,75) zu persönlichen Rekorden schweben ließen. "Ich will im WM-Finale Bestleistung springen", sagte Spiegelburg voller Selbstbewusstsein.

Ins Finale hatte es Spiegelburg noch geschafft, doch dort reichte sie nicht an ihre Bestleistung heran. Die Springerin musste sich ihren Nerven und wieder einmal Strutz geschlagen geben, die mit deutschem Rekord (4,80 m) Silber gewann. Bei einer Höhe von 4,65 m war für Spiegelburg der Wettkampf beendet. Dabei wirkte die Diplom-Studentin schon bei 4,45 m nervös, die sie erst im dritten Versuch meisterte. Auch über 4,65 m schaffte sie es erst im dritten Anlauf. Am Ende landete Spiegelburg auf dem neunten Platz.

Für Furore sorgen will die Athletin, die nach dem Abitur 2005 nach Leverkusen wechselte und so erst spät zum Leistungssport mit täglichem Training fand, bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in London. Nach dem 13. Platz 2004 in Athen und dem siebten Rang 2008 in Peking will sie dort zu Edelmetall springen. Mit Hilfe der Sportförderung kann sie ihr 2006 begonnenes Diplom-Studium im Fach Gesundheitsökonomie an der Universität Köln
etwas zurückfahren. "Jetzt, da ich bis zu den Sommerspielen abgesichert bin, kann ich es etwas entspannter angehen und ohne Zeitdruck auf zwei, drei Klausuren pro Semester reduzieren", sagt sie.

Terminplan
Frauen - Stabhochsprung
Datum Zeit Runde
Mi, 28.07. 10:30 Uhr QualifikationA
Mi, 28.07. 10:30 Uhr QualifikationB
Fr, 30.07. 18:30 Uhr Finale
[Kompletter Zeitplan]

Größte Erfolge:
Pers. Bestleistung:
4,75 m (2011)
4,76 m (Halle/2011, DR)

Olympische Spiele:
2008 7. Platz
2004 13. Platz

Weltmeisterschaften:
2011 9. Platz
2009 4. Platz

Hallen-Weltmeisterschaften:
2006 8. Platz

U18-Weltmeisterschaften:
2001 Gold

Europameisterschaften:
2010 Silber

Hallen-Europameisterschaften:
2011, 2009 Silber

U20-Europameisterschaften:
2005, 2003 Gold

Deutsche Meisterschaften:
2005 bis 2007, 2009, 2010 Gold
2011 Silber

Deutsche Hallen-Meisterschaften:
2011, 2009 Gold

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