
Disziplin:
Hochsprung
Land: Deutschland
geb. am 10.01.1984 in Nordhausen
Größe: 179 cm
Gewicht: 57 kg
Verein: LG Eintracht Frankfurt
Trainer: Günter Eisinger
Beruf: Polizeikommissarin
Früher trieb Ariane Friedrich ihren Trainer Günter Eisinger zur Verzweiflung: Die Hochspringerin kannte praktisch jede Disco in Frankfurt/Main. Mittlerweile zeugen nur noch die wasserstoffblonden Haare und die ausgelassenen Freudensprünge vom flippigen Image. Die 26-Jährige ist zu einer absoluten Weltklasse-Athletin gereift und springt die zwei Meter in Serie. Im vergangenen Jahr holte sie bei der Hallen-EM in Turin ihren ersten großen Titel, bevor sie Mitte Juni beim ISTAF in Berlin mit übersprungenen 2,06 m Heike Henkel den fast 18 Jahre alten deutschen Rekord entriss. Die Frankfurterin, die eine Woche später auch bei der Team-EM in Leiria/Portugal triumphierte und damit wesentlich zum Gesamtsieg der deutschen Mannschaft beitrug, rückte mit ihrem 20. Sprung über 2,00 m an die vierte Stelle der besten Hochspringerinnen der Leichtathletik-Geschichte. "Im ersten Augenblick fand ich das schade. Dann habe ich mich für Ariane gefreut. Ich traue ihr auch den Weltrekord zu, 2,10 m hat sie drin", konstatierte Henkel.
Bei der Heim-WM im vergangenen Jahr ging Friedrich als Mitfavoritin an den Start. Übersprungene 2,02 m reichten in einem mitreißenden Finale schließlich zu Bronze hinter ihrer Dauerrivalin Blanka Vlasic aus Kroatien (2,04 m) und der mit Friedrich höhengleichen Anna Tschitscherowa aus Russland. "Es war ein großartiger Wettkampf. Bronze macht mich wirklich stolz", war die Olympia-Siebte von Peking trotz der verpassten Goldmedaille zufrieden. Die weißblonde Athletin mit der schwarzen Sonnenbrille hatte auf Anraten ihres Trainers zugunsten der Heim-WM auf das Golden-League-Meeting im Juli in Oslo und damit auf die Chance, im besten Fall eine Million Dollar zu gewinnen, verzichtet. "Das ist Zockerei und soll der machen, der nur ans Geld denkt", sagte Eisinger. "Es ist nicht so, dass ich die Million nicht gebrauchen könnte. Aber ich springe nicht für Geld", betonte auch Friedrich.
Im Winter musste die 26-Jährige, seit Jahresanfang diplomierte Polizeikommissarin, wegen einer Knieverletzung auf die Teilnahme an der Hallen-WM in Doha verzichten. Auch mit Rückenproblemen hatte sie zu kämpfen. Erst am 10. Juli in Heusden überflog sie im vierten Anlauf endlich mit 2,02 m erstmals in diesem Sommer die Zwei-Meter-Marke. Bei der DM in Braunschweig trat die nunmehr fünfmalige Meisterin enorm selbstbewusst auf und flog mit ihrem zweiten Zwei-Meter-Sprung des Jahres zum Sieg. Hoch hinaus ging es für Friedrich auch in Barcelona, doch 2,01 m reichten "nur" zu EM-Bronze - und zu einer erneuten Niederlage im Dauerduell mit Vlasic. Wieder einmal hatte die Kroatin mit 2,03 m die Nase vorn, und auf den Silberrang sprang - dank weniger Fehlversuchen - die Schwedin Emma Green (2,01).
| Datum | Zeit | Runde |
|---|---|---|
| Fr, 30.07. | 10:05 Uhr | QualifikationA |
| Fr, 30.07. | 10:05 Uhr | QualifikationB |
| So, 01.08. | 19:30 Uhr | Finale |
Größte Erfolge:
Bestleistung:
2,06 m (2009)
Olympische Spiele:
2008 7. Platz
Weltmeisterschaften:
2009 Bronze
2007 Silber (Universiade)
2005 Bronze (Universiade)
Europameisterschaften:
2010 Bronze
2009 Gold (Halle)
2005 Bronze U23-EM
2003 Gold U20-EM
Deutsche Meisterschaften:
2007 - 2010 und 2004 Gold
Kurzbiografien aller deutschen und vieler internationaler EM-Starter.[mehr]
Die Hürdensprinterin schreibt für sportschau.de über "ihre" EM.[mehr]
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
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DLF/ DKultur, DW