Nach dem Gewinn der Silbermedaille war Hammerwerferin Betty Heidler im Olympiastadion in ihrem Jubelrausch kaum zu bremsen. Doch auch zu später Stunde wurde die 25-Jährige nicht müde, das Erreichte zu feiern. "Puh, die Nacht war anstrengend. Wir sind nach dem Wettkampf ins Hotel gefahren, haben geduscht und dann gings ab ins deutsche Haus und in den Champions Club. Gegen 5.00 Uhr war ich zurück", sagte Heidler am Sonntagvormittag.
Die marokkanische 1.500-m-Läuferin Mariem Alaoui Selsouli ist als dritte WM-Teilnehmerin von Berlin positiv getestet worden. Das berichtete am Sonntag die marokkanische Presseagentur. Zum 1.500-m-Finale trat sie schon nicht mehr an. Die Probe der WM-Vierten von 2007 war bereits vor den Titelkämpfen in Rabat genommen worden. Kurz vor dem Finale wurde die 25-Jährige suspendiert. Pikant ist die Angelegenheit deshalb, weil es der zweite positive Dopingtest innerhalb des Teams von Marokko ist. Zuvor war schon Hindernisläufer Jamal Chatbi mit Spuren von Clenbuterol aufgefallen. Außerdem wurde bei Nigerias Langsprinterin Amaka Ogoebunam das anabole Steroid Metenolon entdeckt.
Auch Superstar Usain Bolt ließ es in der Nacht zum Sonntag richtig krachen. In der Nobel-Disco "Adagio" am Potsdamer Platz feierte der Jamaikaner mit anderen Athleten sein Dreifach-Gold. Um drei Uhr verdrängte der Mann von der Karibik-Insel den DJ vom Mischpult und legte unter dem Jubel der Gäste seine geliebte Reggae-Musik auf. "Jetzt werde ich das Leben genießen. Ich werde in Bars und Clubs feiern und am Strand relaxen", sagte der Weltrekordler.
Von einer "exzellenten Weltmeisterschaft" sprach IAAF-Präsident Lamine Diack in seiner Bilanz der Leichtathletik-WM. "Berlin hat in allen Punkten meine Erwartungen erfüllt", sagte der Weltverbandes-Präsident aus dem Senegal bei der Abschluss-Pressekonferenz am Sonntag und fügte gerade zu euphorisch hinzu: "Berlin, es war wunderschön. Danke!"
Für einen Eklat haben WM-Athleten aus den USA, Bahamas und Kuba am frühen Sonntagmorgen in Berlin bei einem Party-Ausflug gesorgt. 20 Personen, darunter größtenteils bei den Welttitelkämpfen startende Leichtathleten, haben in einer Diskothek in Schöneberg gegen 4.00 Uhr Randale angezettelt, bei denen drei Personen durch Flaschenwürfe am Kopf verletzt wurden. Ein 25 Jahre alter Sportler trug nach einer Pfefferspray-Abwehr Augenreizungen davon. Vier Sportler wurden vorläufig festgenommen. Das gab die Polizei am Sonntag bekannt.
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