Schwimmen: Die Historie

Doppel-Olympiasieger in St. Louis über 880 Yards und eine Meile Freistil: Emil Rausch (Berlin), der über 220 Yards außerdem Bronze gewann © picture-alliance / akg-images
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Schon bei den ersten Spielen 1896 waren die Schwimmer dabei - und das gleich mit vier Wettbewerben, obwohl sie international noch nicht organisiert waren. Auf dem Wettkampf-Programm im offenen Meer in der Bucht von Piräus bei maximal 16 Grad Wassertemperatur standen Kraulschwimmen über 100 m, 500 m und 1.200 m sowie das "Matrosenschwimmen" über 100 m. Die anderen Disziplinen wie Rücken (1900), Brust (1908) und Schmetterling (1956) kamen im Laufe der Jahre hinzu. Frauen sind seit 1912 olympisch startberechtigt.

"Tarzan" Weissmuller fünfmal Olympiasieger

Der amerikanische Schwimmer Johnny Weissmüller hat in Paris das Finale über 400 Meter gewonnen. © picture-alliance / dpa
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Die USA gewannen bislang die meisten Medaillen, doch auch Australien, China, Ungarn, Japan und die ehemalige DDR können auf große Erfolge zurückblicken. Zu den erfolgreichsten Schwimmern in der olympischen Geschichte gehören mit elf Medaillen Mark Spitz (USA), der allein im Jahr 1972 sieben Goldmedaillen aus dem Münchner Olympiabecken fischte, und Matt Biondi (USA) ebenfalls mit elf Medaillen. Zum Schwimmen geboren war offenbar auch Johnny Weissmuller, der 1922 als erster Mensch über 100 Meter unter einer Minute blieb. Danach triumphierte der Amerikaner fünfmal bei Olympia und wurde auch als "Tarzan"-Darsteller weltbekannt.

1984: Der "Albatros" überflügelt alle

So strahlt ein Sieger: "Albatros" Michael Groß (Frankfurt) - zweifacher Gold-Gewinner über 100 m Delphin und 200 m Freistil © picture-alliance / dpa
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Zu den erfolgreichsten Athleten der über 100-jährigen Historie des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) zählt Michael Groß. Der Frankfurter wurde dreimal Olympiasieger, fünfmal Weltmeister, 13 mal Europameister und holte 26 nationale Titel. Insgesamt sammelte Groß 24 Europarekorde und zwölf Weltrekorde und ging mit seiner Spannweite von 2,13 m als "Albatros" in die Geschichte ein.

Neue Wendetechniken, mehr Tempo

Die Jagd nach Rekorden war für die Schwimmer schon immer von großer Bedeutung. Großen Anteil hatten hierbei die Schwimmstätten, die sich vom Schwimmen im See bei den ersten Spielen in Athen 1896 hin zum extra angefertigten Schwimmstadion im Jahre 1924 in Paris weiterentwickelten. In diesem Schwimmbecken wurden auch erstmals die Bahnen durch spezielle Leinen voneinander getrennt. Neue Wendetechniken verhalfen den Schwimmern zu mehr Tempo: Revolutionär war hierbei die Saltowende, die bereits 1936 für das Rückenschwimmen, in den 60er-Jahren auch für das Kraulschwimmen eingeführt wurde. Das Brustschwimmen sorgte im 20. Jahrhundert für reichlich Diskussion. Einige Schwimmer änderten die ursprüngliche Form des Schwimmstils ein wenig um: Damit sie beim Anschlag schneller an der Wand waren, führten sie am Ende der Bahn beide Hände gleichzeitig über statt unter das Wasser. Das Resultat dieser neuen Technik waren erstaunlich schnelle Zeiten. So kam es, dass im Jahre 1953 die FINA beschloss, aus dieser veränderten Form eine neue Schwimmart zu benennen - das Delfin- oder auch Schmetterlingsschwimmen.

Stand: 01.07.2008 12:00
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Ein Schwimmer beim Absprung © (c) dpa - Report

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